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Hmmm, der Samstags-Himbeerkuss

Aus dem Backbuch des schönsten, gemütlichsten, am schnellsten gute Laune machenden, immer mit einem Spaziergang verbundenen, zu jeder Jahreszeit besuchbaren Cafés in Stockholm, Rosendals Trädgårdscafé

200 g Butter
60 g Puderzucker
250 g Mehl (ich habe Dinkel-Vollkorn genommen)

Zusammenkneten, in Walnussgroße Boller formen, in die Mitte einen Krater drücken.
Mit dem Rest aus dem Glas mit der Himbeermarmelade von Lisas Oma füllen

Ca. 10 Minuten bei 175 Grad backen.

MUMMS!

Männer am Herd

… am besten nur mit Schürze!

Küchenschürze für den kleinen Mann (A) und den großen Mann (T), mit großem Känguruhbeutel für Teigreste und Ausstechformen. Längenverstellbare Halsbänder und extra lange Bindebänder, dass der Schurz auch ja ordentlich hält.

 

So näht man die Schürzen:

Für die Vater-Schürze habe ich eine Küchenschürze von mir im Bruch auf den Stoff (der auch im Bruch liegt), gelegt und drumrum geschnitten (mit ca. 2 cm Naht-Zugabe). Die Maße für die Sohn-Schürze kommen hierher. Seitenränder und Saum einschlagen und absteppen.

Die  obere Latz-Kante habe ich mit einem Stoffstreifen verstürzt, dass die Schürze da schön stabil bleibt. Armausschnitte sind mit Schrägband eingefasst, bei der Kinderschürze endet das Schrängband in Bindeband und Um-den-Hals-Band, die Vater-Schürze bekam breite Bindebänder aus dem Schürzenstoff.

Für die Bauchtasche. Pi mal Daumen eine halbe Taschenform auf den im Bruch liegenden Stoff aufzeichnen, mit Schrägband einfassen, mittig auf die Schürze nähen und zackibumm an den Herd!

gefaltetes Garn

Beim Hörspiel-Feierabend im fensterlosen Studio ahnte ich heute nicht, wie viele Überraschungen in den nächsten zwanzig Minuten geschehen würden.

Überraschung 1: Am Nachmittag hat es offensichtlich geschneit. Auf dem Rasen im Hof lag eine dünne weiße Decke und jeder Schritt patschte auf dem Weg. Die Lichter der Autos spiegelten sich in dem nassen Flirren über der Straße und an der Ampel beförderte ein vorbeirasender Eiliger die Matsche bis auf Hüfthöhe.

Überraschung 2: Zwei gleiche braune Umschläge im Briefkasten.

Die Vorgeschichte: Schon länger lese ich das Blog von GAARN – MAGAZIN FÜR NÄHKULTUR. Gaarn ist im Rahmen einer Diplomarbeit vor gefühlten ewigen Jahren entstanden und erscheint jetzt erstmals in gedruckter Form. Es ist ein neues selbermach-Magazin, dessen Titelseite ein Traum für alle Vieltelefonierer ist. Lauter kleine Kästchen gibt es da zum Bunt ausmalen. Wenn man Gaarn dann aufklappt, tut man das linksrum und dann wieder rechtsrum und da steht alles auf dem Kopf. Der erste Eindruck ist verwirrend, dann aber großartig. Das vermeintliche Heft entpuppt sich als beidseitig bedrucktes Poster – also nichts für Bus und Bett, aber durchaus für Wand und Fußboden!

Hier werden internationale Designerinnen vorgestellt, die mit Faden/Garn arbeiten. Sie stricken, Sticken, Häkeln und tun als ob sie Häkeln würden, das aber mit Porzellan. Auf der Rückseite darf man nicht nur lesen sondern auch machen. 05-HANDARBEIT  stellt Drucktechniken vor, 06-AUSFLUG schickt uns nach Wien und dort in ausgewählte Handarbeiter-Paradiese. Für den Hunger nach der anstrengenden Bastelei hält 07-ESSKULTUR ein Rezept für rotes Pesto MJAMM bereit.

Dieses Poster-Magazin ist einfach und schlicht, ein bisschen unhandlich und schnell ausgelesen. Dafür aber mit 3,50 € auch mal schnell mitnehmbar ohne das Abendessen zu trockenen Spaghetti zusammenstreichen zu müssen.

Eine Alternative zu den 3,50 € wäre hier links neben diesem Eintrag einen Kommentar zu hinterlassen, denn wie oben erwähnt: Gaarn war heute doppelt im Briefkasten. Vor lauter Begeisterung über ein neues Selbermach-Magazin muss ich zweimal auf den Vorbestellen-Knopf gedrückt haben.
Alle Kommentare, die bis Dienstag Abend eintreffen, haben die Chance das zweite Exemplar zu gewinnen. An den Verkaufsstellen gibt es das Posterheft ab Montag.

Überraschung 3: Die grüne Kiste vor der Wohnungstüre. Über die Weihnachtszeit war das Gemüsekistenabo pausiert, jetzt gehts wieder los (was völlig aus meinem Planungshorizont verschwunden war)! Vielleicht sind ja auch zwei drei Zutaten für das rote Gaarn-Pesto in der grünen Kiste.

 

Liebe lesende Menschen, demnächst wirds flauschig!

Getaggt mit , , , , , , , , , ,

24. Türchen!

Wieder mal Weihnachten.

Heute ist der 24. Dezember, und es fühlt sich (wie schon so oft) so an als wäre Weihnachten gerade eben erst gewesen. Als wäre Weihnachten ständig und Geburtstag so selten! Vielleicht auch deswegen, weil Weihnachten gleich mehrere Tage plus eventuelle Ferien ist und nicht nur ein blitzeschneller Tag, der einfach so vorübergeht – wenn man nichts dagegen tut.

Ich finde, das war eine sehr schöne Adventskalender-Zeit. Ich danke für die netten Kommentare und die Schnupfen-Killer und die erfreuten Gewinner und die fleißigen Nachbacker.

Heute gibt es hier Nichts mehr zu gewinnen und auch kein Rezept oder einen Lesetipp, sondern ein dickes DANKE und ein dickeres SCHÖNE RUHIGE TAGE und ein ganz ganz dickes ICH WÜNSCHE MIR, DASS IHR WEITERHIN IMMER MAL WIEDER BEI STEFANIEUNDPAUL VORBEISCHAUT. Und dann schnell Hallo sagt oder irgendetwas anderes Nettes (Oder un-Nettes wenn irgendwas blöd ist).

In den letzten Wochen sah es in unserer Arbeitszimmer-Werkstatt aus als hätte eine Bombe eingeschlagen, weil viele krambeutel genäht und viele Weihnachtsgeschenkchen gebastelt wurden und dabei keine Zeit für einmal ordentlich durchfegen war. Wenn die ganzen Dinge verteilt und angeschaut und bespielt wurden, dann zeig ich euch, was das denn alles ist, was hier so entstanden ist. Wenn es kein Geheimnis mehr ist.

Außerdem habe ich hier noch einen Stapel Nähbücher rumliegen, die ich besprechen und verschenken will.

Außerdem finde ich, dass wieder mehr fotografiert werden muss.

Außerdem beginnt die Kolumbien-Recherche gerade erst, vielleicht finde ich ja den ein oder anderen Film-/Musik-/Buch-Tipp dabei, der zeigenswert ist, und wenn nicht, dann tut sich bestimmt bei der großen Reise was auf.

Überhaupt: Gereist wird! Und der krambeutel bereitet sich gerade auf einen Triathlon vor.

Ach, 2012 wird toll.

Aber jetzt erstmal: Einen grandiosen Endspurt für 2011!

und viel Wärme:

wünscht STEFANIEUNDPAUL.

 

 

(Sardussi bekommt ein türkises S
däNaddel bekommt die Wellnesskarten)

Türchen 18 und Kipferl backen

Beim Bäcker Sedlmayr hier ums Eck (und das ist ein richtiger Bäcker, ohne Kette hintendran, mit Zwetschgennudeln zur Zwetschgennudelzeit und Krapfen zur Krapfenzeit und Brot in dem Brot drin ist), der ist ein Klassiker-Bäcker. Beim Sedlmayr sieht man was “klassisch” ist. Da gibts keine Moden, keine Sportler-Fitness-Brote, keine Klimmbimm-Faschings-Männchen, nix. Und jetzt, so kurz vor Weihnachten, gibts da Klassiker-Plätzchen. Das sind: Butterplätzchen in Herz und Stern, Zimtsterne, Printen und dann natürlich: Vanillekipferl. So richtig schöne, gleichförmige Vanillekipferl, eins so kipferlig wie das andere, eins so kipferlfarben wie das andere.

Dem stehen wir um nichts nach! Dem können wir die Kipferlhand reichen! Das wollen wir auch!

Gesagt, getan, und nachdem die Kipferln vom letzten Jahr “die besten, die ich jemals gegessen hab” waren (und das aus Papas Mund!), schrie das Vanillefach nach Wiederholung.

Bewährt hat sich dieses Rezept:

200 g Mehl, 80 g Zucker, 2 Eigelb, 100 g gemahlene Mandeln, 1/2 ausgekratzte Vanilleschote verkneten. Zu 2 Rollen formen und in den Kühlschrank stellen.

Frühestens nach einer Stunde: die Rollen in je ca. 40 Scheiben schneiden und jedes Teigstückerl zu einer kleinen Wurst formen, die dann kipferlförmig gebogen wird. 

Nach ca. 12 Minuten bei 180 Grad (Umluft 160) im Ofen (wenn sie noch nicht fertig sind, zerbröseln sie sofort, wenn sie zu lang backen werden sie sofort zu dunkel, also am besten: Ofenfesterfernsehen!) kommen die noch heißen Kipferln in Vanillezucker. Das macht diese zuckrige Schicht obendrauf. Abkühlen lassen. 

Das dauert alles in allem (ohne die Stunde im Kühlschrank) ca. 1,5 Stunden
(Rezept aus einem alten Brigitte-Rezepte-Heft) 

Auf gehts zum Kipferlwuzeln und dann ab morgen ab in die letzte Adventskalender-Woche mit Knallergewinnen bis zum Anschlag! 

Fenster 15

Backen, baseln, Zeug wegschaffen. daraus bestehen zur Zeit die Tage. Weil alles noch fertig werden muss, die Hörspiele, die Taschen, die Geschenkchen, die Plätzchen. Und was ja auch passieren kann im Dezember: dass Menschen Geburtstag haben. Da muss zwischen den Plätzchen und Taschen ein Kuchen her.

Im Rezeptezettelstapel fand ich ein bisher unausprobiertes Lieblingskuchen-Rezept. Der Käsekuchen, der immer beste Kuchen der Welt. Nicht zu viel brösliger Teig, nicht zu viel Sahnematsche, man kann Obst reinwerfen oder nicht, und schnell gehen tuts auch, das Backen. Viele Käsekuchen wurden schon ausprobiert, sowohl selbstgebacken als auch selbstgekauft und selbstprobiert. Dabei waren bröslige und matschige, sahnige und milchige, vanillige und geschmackslose.

Der bisher unausprobierte Käsekuchen steht jetzt abkühlend da und wartet auf die Auslieferung ans Geburtstagskind. Einen Test hat er schon bestanden, den unmatschig-Test. Wenn er morgen auch noch den Geschmacks-Test besteht, dann: Ist das wieder mal ein bester Käsekuchen der Welt.

2 Teelöffel Backpulver, 220 g Mehl, 80 g Zucker, 80 g weiche Butter, 1 Ei, 1 Prise Salz zusammenkneten, ca. 30 Minuten kaltstellen.

In der Zwischenzeit:
750 g Quark, 150 g Zucker, 2 Packungen Vanillepudingpulver, 3 Eigelb, 1 Prise Salz, 125 ml Sonnenblumenöl, 500 ml Milch verrühren.

Dann:
Den Teig in eine Springform quetschen, sodass der Boden gleichmäßig bedeckt ist. Den Teig ein Stück den Rand hochziehen, mit einer Gabel löcher in den ausgequetschten Teig stochern.

Die gelbe Quark-Flüssigkeit in den Teig füllen, im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad ca. 45 Minuten backen.

Dann: die 3 Eiweiß und 100 g Zucker steif schlagen, Eischnee auf dem gelben Kuchen verteilen, weitere 20 Minuten backen.

(das Rezept wurde irgendwann aus den Tiefen von chefkoch.de geklaubt)

Fertig Bumms Freunde einladen und essen!