4. Fenster und Sonntagsschluffigkeit / Lebkuchen backen

Ich bin ein bisschen wählerisch was Essen betrifft. Zum Beispiel mag ich alles nicht, was im Hals kratzt (Hafer-Kekse zum Beispiel oder trockenes Pumpernickel) und auch das nicht, was sich beim draufbeißen komisch anfühlt (Orangat, Citronat, Rosinen). Deswegen werden Hafer-Kekse verschmäht und diese Citronat-Sachen miniklein gehächselt, wenn man sie denn schon unbedingt verwenden muss beim backen. Im Stollen zum Beispiel. Und in den Lebkuchen!

In der Stefanie-Familie gibt es schon gefühlt immer zu Weihnachten eine ganze Küche voller Kartoffel-Lebkuchen. Die zeichnen sich dadurch aus, dass sie innen schön matschig sind und ganz und gar nicht Hafer-keksig und dass da so viel dicke Schokolade darauf gehört, dass der Lebkuchen eher Schokofondue- als Kuchen-Qualität hat. Sowas mag ich.

In alter Familientradition haben die Schwester und ich eine Küche voller Kartoffellebkuchen gebacken. Und zwar gleich das doppelte Rezept. Es war ein herrliches Gematsche, weil so eine handelsübliche durchschnittliche Rührschüssel nicht für 2,5 kg Kartoffelpampe plus jede Menge anderes Zeug ausgelegt ist. Aber: Die Backschwestern wären nicht die Backschwestern, würden sie sich dieser Herausforderung nicht heldenhaft stellen.

So sah das aus:

Und das kam dabei raus:

Und hier ist das Rezept: MJAMM (für ca. 50 Lebkuchen)

12 EL durchgepresste Kartoffeln (ein gutes Kilo)
4 Eier
500 g Zucker
60 g Orangeat (kleingehackt oder nicht)
60 g Citronat (kleingehackt oder nicht)
250 g gemahlene Haselnüsse
250 g gemahlene Mandeln
2 EL gemahlenen Zimt
1 TL gemahlene Nelken
250 g Mehl
1 Päckchen Lebkuchengewürz
1 Päckchen Backpulver

alles zusammen in eine große Schüssel, mit beiden Händen durchkneten bis die Einzelteile nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind, in platten Knödeln mit Sicherheitsabstand voneinander auf ein Blech platzieren, rein in den Backofen bei 160 Grad (Umluft) für ca. 20 Minuten, raus, abkühlen, Schokolade schmelzen und ordentlich über die Lebkuchen pinseln. Aufessen oder einfrieren und frisch aufgetaut und noch warm mit z.B. Vanilleeis essen. Die Lebkuchen bleiben in der Dose lange saftig und sind auch gut für zahnlose Opas geeignet!

(nuxi is THE WINNER eines grünen freitags-k)

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7 Gedanken zu „4. Fenster und Sonntagsschluffigkeit / Lebkuchen backen

  1. nuxi-popuxi sagt:

    …danke für das lebkuchen-rezept und natürlich das k.

    mein name is aber nuXi =)

    schönen sonntag !

  2. nuxi-popuxi sagt:

    danke =)

  3. extrafruity sagt:

    Kartoffel-Lebkuchen, das klingt interessant! 😉 Sieht aber sehr lecker aus! Und Zitronat & Co. find ich auch ganz fies zum Draufbeißen…
    Einen schönen restlichen zweiten Advent!
    Nele

  4. […] Stefanieundpaul wünscht euch volle Stiefel und viele Schokonikoläuse, denen ihr den Kopf abbeißen könnt. Für alles noch Unangebissene gibt es heute hier etwas Sackiges zu gewinnen: Frisch aus der Nähmaschine das Nikolaus-Nuss-Säckchen für viele Nüsse oder ca. sechs Äpfel oder Orangen oder zwanzig Kartoffellebkuchen. […]

  5. Lisä sagt:

    Hm, sieht gut aus!!! Und so liebevoll arrangiert…:)

  6. Demir sagt:

    Netter Blog, sehr informativ und schoen gemacht.

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