Ein Samstag in Hamburg

Der Samstag in Hamburg war ein Glückstag.

Da der Beutel und Stefanie am Sonntag ganz früh zum Aufbau des  krambeutel-Standes beim besondersschön-Markt im Museum der Arbeit starten mussten, sollte am Samstag alles besorgt werden, was nicht aus München mitkonnte. Als erstes waren das schöne Obstkisten, um damit ein Regal zu bauen. Dem Glück und dem schlauen Kopf unserer Gastgeberin Jenny sei Dank, dass diese Mission bereits um 10 Uhr als erledigt betrachtet werden konnte. So trieben wir uns rum. Beim ganz frisch eröffneten idee creativmarkt in Altona erglücksraddrehten wir uns 30% Rabatt und kauften Bastelsachen für alle zukünftigen Jahre. Auf dem Weg zum Copyshop erspähten wir den Bonscheladen und wühlten uns durch die Piraten- und Ankerabteilung und nahmen Cellophantütenweise die bunten Zuckerschätze mit nach Hause. Ein Halstuch, rosarote Schnürsenkel und viele viele Eindrücke später war es Zeit für eine Kuchenrast im Café Schmidt. So Einkaufserfolgsglücklich bin ich selten nach Hause. Das war schon kurz nach Mittag ein vollkommen gelungener Tag.


Seht ihr die kleinen Anker? Toll, oder?

Nachmittags folgte ein Selbstversuch. Stefanie als höhen- und vor allem sehr tiefenängstlicher Mensch wagte sich auf die schwankende Ebene.  … hatte in sieben Meter Höhe in die Deichtorhallen eine Ebene aus Stahl, Holz und einer spiegelnden Oberfläche gehängt, die betreten und behüpft und belaufen werden kann. Allein beim Gedanken, mehr oder weniger frei schwebend (gesichert von ein paar Stahlstangen, die die Ebene von der Decke hängen lassen) in einem Raum zu sein, verursachte Herzklopfen. Das wurde schneller beim Stehen auf diesem Ding. Auf dem Rücken liegend gings wieder besser, die Decke bewegte sich kaum vor meinen Augen, doch als ich mich dann auf den Bauch drehte, und gleichzeitig ein paar übermütige lebensmüde Kinder zu rennen und springen anfingen und das ganze Ding wie ein Floß im Sturm wankte und schwankte, galt es extrem tief durchzuatmen und das künstlich-Entspannungsprogramm zu starten. Der Gehirncomputer fuhr hoch, befahl langsamer zu atmen, zweimal tief Luft zu holen und dem Herz, ein bisschen langsamer zu klopfen. Ha! Überlistet.

Zur Belohnung: große Schiffe sehen. Diese drei Aida-Brummer küssten sich mit einem lauten Tuten und weil der Wind eisig und vor allem windig war, schauten wir die Schiffstaufe, scheinbar das Großereignis des Samstagabend, zu Hause unter der Wolldecke.

Aida-Schiffe und küssende Kräne im Sonnenuntergang.

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Ein Gedanke zu „Ein Samstag in Hamburg

  1. michaela sagt:

    Alle Nicht-Hamburger waren schon auf dem Kunsthaus-Schwebedingens, ich noch nicht! Das muss sich ändern…

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