Besuch im Funkhaus 1

Wer hier schon länger mitliest, weiß, dass mein Faible für zerfallene Gebäude ein sehr großes ist. Es gibt einen Gebäudekomplex in Deutschland, der eine andere Leidenschaft, das Radio, gleich noch mit bedient: Das ehemalige DDR-Funkhaus Nalepastraße in Berlin. Letzten Sonntag hatte ich das vergnügliche Vergnügen, das Funkhaus einmal ordentlich zu besichtigen – nach einem ersten Kurzbesuch im Juli.
Trotz verdammt wenig Schlaf und einer langen Zugfahrt von München nach Berlin am Sonntag morgen war ich putzmunter, als wir nach zwei verpassten Bussen und einer rasenden Taxifahrt in der Nalepastraße ankamen. Schon die Pforte: Eine Schleuse durch mehrere Schwingtüren, dann Baustelle, dann Backstein. Viele tausend Quadratmeter Nutzfläche, in den 50ern durch Integration der Reste einer ehemaligen Fabrik in Neubauten von Franz Ehrlich als zentrales Funkhaus der DDR gebaut. Außen: Bauhausstil, große Wandflächen, lange Fenster, Gärten und Bäume, direkt am Ufer der Spree. Innen: Holzvertäfelung, originale Verkleidungen, Tapeten, Fußböden. Und überall eine unvergleichliche Akustik. Jedes Foyer, jeder Flur, jeder Raum klingt anders, ausgetüftelt, immer angenehm. Optisch eine Augenweide. Die meisten Räume sind vermietet, als Musiker würde ich auch einiges geben für so ein fabelhaft klingendes Studio. Wir sahen viele lange Gänge, einen Besprechungsraum mit „Flüsterakustik“, den großen Sendesaal mit seiner Orgel, Archivräume.

Hier ist Teil 1 der Bilder aus dem Funkhaus:

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