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Geschenk der Woche / Selbstbeschenkung

In den letzten Wochen wars eher ruhig hier, und auch hinter meinem Schreibtischstuhl im schönen großen Arbeitszimmer rührte sich nicht viel, bis auf das wöchentliche krambeutel-Taschengeschäft. Dafür passierte umso mehr auf diesem flachen Bildschirm, auf EINEM guten genutzten Quadratmeter von 20 Quadratmetern Zimmer (wie viel hätte man jetzt zur Oktoberfest-Zeit mit Untervermietung der restlichen 19 qm Arbeitszimmer verdienen können?).

Mein krambeutel hat nämlich ein großes Geschenk bekommen. Eine neue Website. Mit Galerie und Shop und einem neuen Blog. Das ist so toll und aufregend, als wäre ein neuer Mitbewohner hier eingezogen. Nur dass eine Internetseite leider nicht abwäscht.

Ich lade ein, da mal rüberzuschauen, zum neuen krambeutel, und das gerne regelmäßig. Da wird sich nämlich jetzt immer was tun, nicht nur neue Artikel und Bilder auf der Website, sondern auch eine ständige Erweiterung dessen, was die Seite kann. Das Kind ist noch lang nicht erwachsen!

Am Montag fliegt ein neuer krambeutel-Newsletter raus, zusammen mit einer Geschenkeschlacht für Newsletter-Abonnenten (Abonnent werden kann man unten auf der neuen Seite, bei „Newsletter„.)

Und jetzt feiert mit mir, gerne auch mit ehrlicher Kritik. Ich bitte darum! Prost!

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Februar optisch

Der Februar ist zu Ende, es war ein kurzer langer Monat, ein schneller Monat, mit eiskalten Tagen, einer kleinen Reise, Vogelgezwitscher am Morgen, einer Woche ohne Stimme, mehr vorgenommen als geschafft. Auch nicht jeden Tag das Bild zum Thema, aber fast jeden, die kleinen Lücken aber ohne schlechtes Gewissen. Das hat Spass gemacht! (Es gibt auch eine März-Themenliste (hier, oder selbst ausdenken), aber es gibt auch so viele Vorhaben, und die Bilder fliegen sowieso wie von selbst in die Kamera, wenn das Draußen handschuhfrei ist und es wieder nach Gras riecht.

01_der tägliche Blick auf die Tastatur
02_Wörter. Japanische.
03_Hände, die nähen.

04_viele Fremde, Koffer am Hauptbahnhof
05_Frühling um 10 Uhr morgens
06_schnelles Abendessen

07_AUS-AN (Nähmaschine)
08_Sonne? Ein dunkler verschwommener Regentag wars.
09_Haustür-Muster

10_müde Stefanie
11_der mich so oft glücklich macht.
12_

13_blaues Haus
14_Herzen fürs Handgelenk
(15_kranke Stefanie)

16_ein neuer krambeutel-Geldbeutel
17_die Uhr, die Heimat im Bauch macht
18_das tägliche Trinken

19_ungern gemacht
20_alles Gute!
21_

22_Arbeitsplatz-Ausblick
23_Lieblingsschuhe zur Zeit
24_Bad-Schrank

25_Frühling, komm!
(26_Sonntagsputz)
27_Karottensuppe

28_Geld wird zu Schmuck
29_hören auf das Licht

 

 

 

 

 

 

kleine Nostalgie

Vor ziemlich genau fünf Jahren, weil die Zeit so rennt, bin ich aus meinem kleinen Wohnheimzimmer in Stockholm ausgezogen. Ich bin an einem sehr müden Morgen, in der schwedischen Winterdunkelheit, mit Koffer, Rucksack, Nähmaschine und traurigen Knochen zum Flughafen gestapft und abends von einem weißen, chaotischen München empfangen worden.

Immer, wenn sich dieser Tag jährt, der Abschied von der so Heimat gewordenen Stadt, rieche ich wieder den Schwedengeruch in der Winterluft, das Kalte, Windige, aber so Frische bis ganz tief unten in den Lungen und wünsche mir richtig scheußliches Schwedenwetter mit Regen, der ins Gesicht peitscht und die Jeans an den Beinen anfrieren lässt. Und den großen Pott Tee mit Milch danach.

Damals, im Studentenzimmer im Norden von Stockholm, wurde stefanieundpaul geboren. Als html-Internetseite, als große Kiste für alles, was so passiert im Leben, was entsteht aus dem Alltag. Das Jahr 2007 begann mit einem Foto, dem viele viele Fotos folgten. Von den letzten Tagen in Schweden und all dem neuen in der alten Heimatstadt und auch davon, wie das Leben wieder so normal wird, wo man doch dachte, alles würde anders. „Ein Tag ein Bild“ hieß das damals, und gestern beim Entdecken von fatmumsilims „a photo a day“ wurde ich schwedennostalgisch und kramte die erste stefanieundpaul-Seite wieder heraus. Jetzt liegt sie hier auf Grund, gestrandet wie zermahlene Plastikflaschen, die nach Jahren im Meer am Nordseestrand auftauchen und von Sommerkindern in Schatzkisten gesammelt werden.
Schaut mal, hier bei der ersten stefanieundpaul-Seite gibt es Texte von damals,  sogar eine Art Logo, und die täglichen Bilder von 2007.

Eine Kreativblog-Sammlung

Was Stefanie sehr gerne mag: Listen schreiben. Es gibt Listen für Dinge, die kurz-, mittel- oder langfristig zu tun sind, Listen für Bücher, die noch gelesen werden sollen, Liste für Ausstellungen, die besuchenswert erscheinen, Listen für heute abend und für das Wochenende. Und es gibt diese Listen mit Links, die an vielen undurchsichtigen Stellen abgespeichert sind.

Eine hübsche Sammlung deutscher Kreativblogs entsteht gerade auf brigitte.de. Man kan sich als Blogger beim Brigitte Kreativ Blog Award bewerben und – sollte man durch die kommenden Monate gegenüber der anderen vielen (absolut tollen und hochwertigen) Blogs bestehen, der Brigitte seine Ideen für eine Selbermach-Geschichte schenken.
Ich halte primär die Blog-Sammlung für absolut sehenswert, schaut selbst! Es dauert ein wenig, sich durch die mittlerweile 17 Seite der Blogs-Liste zu klicken, aber das macht Spass! Und dauert vielleicht ein ganzes kaltes Wochenende. (Wenn ihr stefanieundpaul in der Liste entdeckt, dürft ihr euch extra freuen!)

In diesem Sinne: STEFANIE WÜNSCHT EIN SCHÖNES SCHLURFI-WOCHENENDE!

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24. Türchen!

Wieder mal Weihnachten.

Heute ist der 24. Dezember, und es fühlt sich (wie schon so oft) so an als wäre Weihnachten gerade eben erst gewesen. Als wäre Weihnachten ständig und Geburtstag so selten! Vielleicht auch deswegen, weil Weihnachten gleich mehrere Tage plus eventuelle Ferien ist und nicht nur ein blitzeschneller Tag, der einfach so vorübergeht – wenn man nichts dagegen tut.

Ich finde, das war eine sehr schöne Adventskalender-Zeit. Ich danke für die netten Kommentare und die Schnupfen-Killer und die erfreuten Gewinner und die fleißigen Nachbacker.

Heute gibt es hier Nichts mehr zu gewinnen und auch kein Rezept oder einen Lesetipp, sondern ein dickes DANKE und ein dickeres SCHÖNE RUHIGE TAGE und ein ganz ganz dickes ICH WÜNSCHE MIR, DASS IHR WEITERHIN IMMER MAL WIEDER BEI STEFANIEUNDPAUL VORBEISCHAUT. Und dann schnell Hallo sagt oder irgendetwas anderes Nettes (Oder un-Nettes wenn irgendwas blöd ist).

In den letzten Wochen sah es in unserer Arbeitszimmer-Werkstatt aus als hätte eine Bombe eingeschlagen, weil viele krambeutel genäht und viele Weihnachtsgeschenkchen gebastelt wurden und dabei keine Zeit für einmal ordentlich durchfegen war. Wenn die ganzen Dinge verteilt und angeschaut und bespielt wurden, dann zeig ich euch, was das denn alles ist, was hier so entstanden ist. Wenn es kein Geheimnis mehr ist.

Außerdem habe ich hier noch einen Stapel Nähbücher rumliegen, die ich besprechen und verschenken will.

Außerdem finde ich, dass wieder mehr fotografiert werden muss.

Außerdem beginnt die Kolumbien-Recherche gerade erst, vielleicht finde ich ja den ein oder anderen Film-/Musik-/Buch-Tipp dabei, der zeigenswert ist, und wenn nicht, dann tut sich bestimmt bei der großen Reise was auf.

Überhaupt: Gereist wird! Und der krambeutel bereitet sich gerade auf einen Triathlon vor.

Ach, 2012 wird toll.

Aber jetzt erstmal: Einen grandiosen Endspurt für 2011!

und viel Wärme:

wünscht STEFANIEUNDPAUL.

 

 

(Sardussi bekommt ein türkises S
däNaddel bekommt die Wellnesskarten)

11. Türchen

Heute, am dritten Advent, habe ich es sehr eilig und teile mich.

Der eine Teil fährt am Vormittag mit einem großen Koffer und Zwei Säcken mit Obstkisten nach Oberföhring ins Kafe Kult. Denn da findet heute das Kafe Kunst Fest statt, bdei dem krambeutel im 6. Jahr zu Gast ist. Ich werde meine Kisten an langen Schnüren an der Decke installieren und so einen kleinen krambeutel-Hängeladen einrichten. Zwischenzeitlich haben andere Künstler ihre Dinge installiert, gestellt, gehängt, sich auf den Kopf gestellt, eingerichtet und diskutiert. Um 14 Uhr kommen die ersten Gäste. Es wird sehr voll, die Obstkisten schaukeln zwischen den Besuchern hin und her, man spricht und freut sich. Zwischendurch gibt es etwas zu essen aus dem Café und einen kleinen Rundgang dort im Kafe Kult, zwischen dem Hörspielraum und der Ausstellung im Flur. Am Abend, wenn der Hals trocken ist von der staubigen und verbrauchten Luft im großen Raum, kommen aus dem Café die Klänge von verstärkten Instrumenten. Ich packe meine Kisten wieder in die großen Säcke, höre mir noch ein paar Lieder live an und fahre dann nach Hause. Kafe Kunst Fest ist immer toll. Davor UND danach.

Der andere Teil putzt vormittags ein bisschen die vom Backen verklebte Küche und verbringt dann ein paar Stunden am Tag mit dem Ausfüllen von „Datenblättern“. Darin stehen Namen von Menschen, die ich nicht kenne, und Informationen zu diesen Namen, die ich im Internet finde. Am späten Nachmittag packe ich Laptop, Adapter und Netzteil ein und gehe zum ersten Mal heute aus dem Haus. Oh, es scheint ja doch die Sonne! und ärgere mich, nicht schon eher wenigstens kurz die Nase zur Tür rausgestreckt zu haben. Wenigstens zum Fotografieren. Ich laufe zum Bus und fahre ein paar Stationen, da wartet wieder ein Innenraum, diesmal größer als das Arbeitszimmer zu Hause, aber dafür mit wuchtigen Eichenschränken und vielen Stühlen. Es ist jetzt ca. 19 Uhr, außer mir sind ein paar andere Menschen da, die alle ein bisschen verwirrt aussehend im Kreis laufen oder lethargisch in einem Sessel sitzen. Später werden noch mehr Leute kommen, ein „Datenblatt“ ausfüllen und dann ihnen zugewiesene Plätze einweisen. Ich setze mich auf eine Bierkiste in einen der Schränke. Eine Person, die Antje Schupp genannt wird, betritt die Bühne, und wenig später gibt es ein Feierabendgetränk. Das wars dann wieder mit der Wiederaufnahme, dieses mal hat der Computer weniger gemuckt als im Sommer während der ersten Vorstellungen. Da hatte ich gerade noch Glück, einen Tag nach der letzten Vorstellung hat die Festplatte den Geist aufgegeben.  Wir stehen noch ein bisschen auf der Straße, stoßen an.

Morgen ist ein neuer Hörspieltag, ab nach Hause.

Stefanie wird an beiden Orten sein.

Kafe Kunst Fest im Kafe Kult, ab 14 Uhr, Oberföhringer Straße 156 / http://www.kafekult.de

public republic in den Pathos Ateliers, 20.30 Uhr, Dachauer Str. 112 / http://www.publicrepublic.de

 

 

(Tati darf sich über ein gelbes T freuen, hat mir die Glücksfee gesteckt.)

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