Archiv der Kategorie: frisch gelesen

Geschenk der Woche / Buchtipp

Vor ein paar Jahren hatte ich in meinem VHS-Nähkurs eine französische Schülerin, die für ihre Kind herzallerliebste Kleidung genäht hat.
Die Schnitte für die Sachen waren aus den wunderbaren Büchern von Astrid Le Provost. Einfache, klare Schnitte, toll erklärte Nähanleitungen und das alles in sehr sehr schönen Fotos verpackt. Jetzt hat Astrid Le Provost ein Buch mit Schnitten für Erwachsene herausgebracht, das ich sofort haben musste.

Diese Woche flatterte es in den Postkasten und damit auch jede Menge Nähvorhaben und die Gelegenheit, endlich einmal die Sammlung der Lieblingsstoffe zu verarbeiten.

Eigentlich möchte ich jedes Modell haben, aber erst einmal wird diese Auswahl in Angriff genommen:

Und jetzt: Wühlen im Stoffregal.

 

 

Beim Geschenk der Woche möchte ich jede Woche ein oder zwei Dinge vorstellen, die mir die Woche schöner gemacht haben. Das können Gegenstände sein, aber auch Erlebnisse und schöne Ausblicke.

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kleine Nostalgie

Vor ziemlich genau fünf Jahren, weil die Zeit so rennt, bin ich aus meinem kleinen Wohnheimzimmer in Stockholm ausgezogen. Ich bin an einem sehr müden Morgen, in der schwedischen Winterdunkelheit, mit Koffer, Rucksack, Nähmaschine und traurigen Knochen zum Flughafen gestapft und abends von einem weißen, chaotischen München empfangen worden.

Immer, wenn sich dieser Tag jährt, der Abschied von der so Heimat gewordenen Stadt, rieche ich wieder den Schwedengeruch in der Winterluft, das Kalte, Windige, aber so Frische bis ganz tief unten in den Lungen und wünsche mir richtig scheußliches Schwedenwetter mit Regen, der ins Gesicht peitscht und die Jeans an den Beinen anfrieren lässt. Und den großen Pott Tee mit Milch danach.

Damals, im Studentenzimmer im Norden von Stockholm, wurde stefanieundpaul geboren. Als html-Internetseite, als große Kiste für alles, was so passiert im Leben, was entsteht aus dem Alltag. Das Jahr 2007 begann mit einem Foto, dem viele viele Fotos folgten. Von den letzten Tagen in Schweden und all dem neuen in der alten Heimatstadt und auch davon, wie das Leben wieder so normal wird, wo man doch dachte, alles würde anders. „Ein Tag ein Bild“ hieß das damals, und gestern beim Entdecken von fatmumsilims „a photo a day“ wurde ich schwedennostalgisch und kramte die erste stefanieundpaul-Seite wieder heraus. Jetzt liegt sie hier auf Grund, gestrandet wie zermahlene Plastikflaschen, die nach Jahren im Meer am Nordseestrand auftauchen und von Sommerkindern in Schatzkisten gesammelt werden.
Schaut mal, hier bei der ersten stefanieundpaul-Seite gibt es Texte von damals,  sogar eine Art Logo, und die täglichen Bilder von 2007.

Eine Kreativblog-Sammlung

Was Stefanie sehr gerne mag: Listen schreiben. Es gibt Listen für Dinge, die kurz-, mittel- oder langfristig zu tun sind, Listen für Bücher, die noch gelesen werden sollen, Liste für Ausstellungen, die besuchenswert erscheinen, Listen für heute abend und für das Wochenende. Und es gibt diese Listen mit Links, die an vielen undurchsichtigen Stellen abgespeichert sind.

Eine hübsche Sammlung deutscher Kreativblogs entsteht gerade auf brigitte.de. Man kan sich als Blogger beim Brigitte Kreativ Blog Award bewerben und – sollte man durch die kommenden Monate gegenüber der anderen vielen (absolut tollen und hochwertigen) Blogs bestehen, der Brigitte seine Ideen für eine Selbermach-Geschichte schenken.
Ich halte primär die Blog-Sammlung für absolut sehenswert, schaut selbst! Es dauert ein wenig, sich durch die mittlerweile 17 Seite der Blogs-Liste zu klicken, aber das macht Spass! Und dauert vielleicht ein ganzes kaltes Wochenende. (Wenn ihr stefanieundpaul in der Liste entdeckt, dürft ihr euch extra freuen!)

In diesem Sinne: STEFANIE WÜNSCHT EIN SCHÖNES SCHLURFI-WOCHENENDE!

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gefaltetes Garn

Beim Hörspiel-Feierabend im fensterlosen Studio ahnte ich heute nicht, wie viele Überraschungen in den nächsten zwanzig Minuten geschehen würden.

Überraschung 1: Am Nachmittag hat es offensichtlich geschneit. Auf dem Rasen im Hof lag eine dünne weiße Decke und jeder Schritt patschte auf dem Weg. Die Lichter der Autos spiegelten sich in dem nassen Flirren über der Straße und an der Ampel beförderte ein vorbeirasender Eiliger die Matsche bis auf Hüfthöhe.

Überraschung 2: Zwei gleiche braune Umschläge im Briefkasten.

Die Vorgeschichte: Schon länger lese ich das Blog von GAARN – MAGAZIN FÜR NÄHKULTUR. Gaarn ist im Rahmen einer Diplomarbeit vor gefühlten ewigen Jahren entstanden und erscheint jetzt erstmals in gedruckter Form. Es ist ein neues selbermach-Magazin, dessen Titelseite ein Traum für alle Vieltelefonierer ist. Lauter kleine Kästchen gibt es da zum Bunt ausmalen. Wenn man Gaarn dann aufklappt, tut man das linksrum und dann wieder rechtsrum und da steht alles auf dem Kopf. Der erste Eindruck ist verwirrend, dann aber großartig. Das vermeintliche Heft entpuppt sich als beidseitig bedrucktes Poster – also nichts für Bus und Bett, aber durchaus für Wand und Fußboden!

Hier werden internationale Designerinnen vorgestellt, die mit Faden/Garn arbeiten. Sie stricken, Sticken, Häkeln und tun als ob sie Häkeln würden, das aber mit Porzellan. Auf der Rückseite darf man nicht nur lesen sondern auch machen. 05-HANDARBEIT  stellt Drucktechniken vor, 06-AUSFLUG schickt uns nach Wien und dort in ausgewählte Handarbeiter-Paradiese. Für den Hunger nach der anstrengenden Bastelei hält 07-ESSKULTUR ein Rezept für rotes Pesto MJAMM bereit.

Dieses Poster-Magazin ist einfach und schlicht, ein bisschen unhandlich und schnell ausgelesen. Dafür aber mit 3,50 € auch mal schnell mitnehmbar ohne das Abendessen zu trockenen Spaghetti zusammenstreichen zu müssen.

Eine Alternative zu den 3,50 € wäre hier links neben diesem Eintrag einen Kommentar zu hinterlassen, denn wie oben erwähnt: Gaarn war heute doppelt im Briefkasten. Vor lauter Begeisterung über ein neues Selbermach-Magazin muss ich zweimal auf den Vorbestellen-Knopf gedrückt haben.
Alle Kommentare, die bis Dienstag Abend eintreffen, haben die Chance das zweite Exemplar zu gewinnen. An den Verkaufsstellen gibt es das Posterheft ab Montag.

Überraschung 3: Die grüne Kiste vor der Wohnungstüre. Über die Weihnachtszeit war das Gemüsekistenabo pausiert, jetzt gehts wieder los (was völlig aus meinem Planungshorizont verschwunden war)! Vielleicht sind ja auch zwei drei Zutaten für das rote Gaarn-Pesto in der grünen Kiste.

 

Liebe lesende Menschen, demnächst wirds flauschig!

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frisch gelesen

Ein Ding […] soll seinem Zweck vollendet dienen, das heißt, seine Funktion praktisch erfüllen, haltbar, billig und schön sein.

Walter Gropius wußte schon 1925, wie man so-soll-krambeutel-sein in einen Satz fassen kann.

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